Wäschetrockner-Kompass

Energielabel für Wäschetrockner lesen: neues und altes Label

Von Sebastian Hösel · Veröffentlicht am · Wie wir arbeiten

Auf dem Label eines Wäschetrockners stehen ein Buchstabe, mehrere Zahlen und einige Piktogramme. Wie jede dieser Angaben ermittelt wurde, sieht man ihnen nicht an. Und seit Juli 2025 sind zwei Generationen im Umlauf, die auf den ersten Blick verwandt wirken und sich doch nicht vergleichen lassen. Dieser Ratgeber liest das neue Label Feld für Feld, zeigt, was vom alten Label abweicht, und erklärt, wie Sie ein Label prüfen. Welche Werte bei der Kaufentscheidung den Ausschlag geben, steht in der Checkliste Wäschetrockner kaufen.

Welches Label haben Sie vor sich?

Das neue Label gilt nach der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2534[1] ab dem 1. Juli 2025. Sie hat die Delegierte Verordnung (EU) Nr. 392/2012[2] aufgehoben, auf der das alte Label beruhte. Dessen Pflicht endete nach der HEA-Infografik zum Labelwechsel[3] am 30. Juni 2025.

Zwei Merkmale verraten die Generation sofort: Das neue Label reicht von A bis G und nennt den Verbrauch je 100 Zyklen. Das alte reicht von A+++ bis D und nennt einen Jahreswert. Außerdem schreibt die neue Verordnung vor, dass auf dem Label ihre Nummer steht: „2023/2534“.

Altes Label (bis 30. Juni 2025)Neues Label (seit 1. Juli 2025)
RechtsgrundlageVerordnung 392/2012Verordnung 2023/2534
SkalaA+++ bis DA bis G
EnergieangabekWh je Jahr, auf Basis von 160 ZyklenkWh je 100 Zyklen
BezugsprogrammStandard-BaumwollprogrammEco-Programm
Gewichtung der Beladungvolle Beladung 3/7, halbe 4/7volle Beladung 24 %, halbe 76 %
Aus- und Bereitschaftsverbrauchim Jahreswert enthaltennicht im Labelwert, getrennt im Produktdatenblatt
ProgrammdauerZyklusdauer in MinutenDauer des Eco-Programms in h:min
GeräuschWert in dBKlasse A bis D und Wert in dB(A)
Kondensation (nur Kondensationstrockner)Klasse A bis GKlasse A bis D und Wert in Prozent
Gerätetypsteht auf dem Labelentfällt
QR-Codeneinja

Die Angaben des alten Labels stammen aus Anhang I und VII der Verordnung 392/2012[2], die des neuen aus Anhang III und IV der Verordnung 2023/2534[1]. Welche Felder neu sind, zeigt auch die HEA-Infografik[3].

Das neue Label Feld für Feld

Anhang III der Verordnung 2023/2534 zählt für ein Label eines Kondensationstrockners elf Felder auf. Wärmepumpentrockner und Kondenstrockner tragen dieses Label. Ein Ablufttrockner hat ein Label ohne das Feld zur Kondensation, also zehn Felder.

Felder des neuen Labels Liste der elf Angaben nach Anhang III der Verordnung 2023/2534: QR-Code, Handelsmarke, Modellkennung, Skala A bis G, Energieeffizienzklasse, Verbrauch in kWh je 100 Zyklen, Kondensationseffizienz, Geräuschklasse, Nennkapazität, Dauer des Eco-Programms und die Verordnungsnummer, jeweils mit dem, was sie bedeuten oder worauf sie sich beziehen. Die Angaben auf dem neuen Label (Kondensationstrockner) I QR-Code führt in den öffentlichen Teil von EPREL II Handelsmarke zum Abgleich mit dem Angebot III Modellkennung zum Abgleich mit EPREL und Datenblatt IV Skala A bis G sieben Klassen, G ist die geringste Effizienz V Energieeffizienzklasse aus dem EEI, bezogen auf die Nennkapazität VI Verbrauch je 100 Zyklen Eco, 24 % volle und 76 % halbe Beladung VII Kondensation Klasse und Prozentwert, nur Kondensationstrockner VIII Geräusch Klasse und dB(A), Eco, volle Beladung IX Nennkapazität in kg trockener Wäsche, Eco, volle Beladung X Programmdauer Eco, volle Beladung, in Stunden und Minuten XI Verordnungsnummer „2023/2534“ kennzeichnet das neue Label Eco = Eco-Programm. Reihenfolge nach der Aufzählung in der Verordnung, nicht nach dem Layout des Labels.

Die elf Angaben nach Anhang III der Verordnung 2023/2534[1]. Die römischen Zahlen sind die der Verordnung.

Dass ein Wärmepumpentrockner und ein Kondenstrockner dasselbe Label tragen, hat einen einfachen Grund: Beide sind nach der Verordnung Kondensationswäschetrockner, also Geräte mit einem System, das der Trocknungsluft die Feuchtigkeit entzieht.

Klasse und Skala (IV und V)

Die Klasse ergibt sich aus dem Energieeffizienzindex (EEI). Die Verordnung definiert ihn als Verhältnis des gewichteten Energieverbrauchs zum Energieverbrauch im Standardtrocknungszyklus des Modells. Je kleiner der EEI, desto besser:

KlasseEEI
Abis 43
Büber 43 bis 50
Cüber 50 bis 60
Düber 60 bis 70
Eüber 70 bis 85
Füber 85 bis 100
Güber 100

Der Standardverbrauch hängt von der Nennkapazität ab. Für Geräte, die keine Ablufttrockner sind, rechnet Anhang IV mit 0,46 × Kapazität hoch 0,63, in kWh je Zyklus. Daraus folgen für 7 kg rund 1,57 kWh und für 9 kg rund 1,84 kWh. Klasse A heißt, dass ein Gerät höchstens 43 Prozent dieses Standardwerts braucht. Für Ablufttrockner gilt eine abgewandelte Formel.

Daraus folgt etwas, das der Buchstabe nicht verrät: Die Klasse misst, wie sparsam ein Gerät für seine Größe ist, nicht wie viel Strom es absolut braucht. Eine große Trommel darf bei gleicher Klasse mehr kWh verbrauchen als eine kleine. Für die Stromrechnung zählt deshalb der Wert in Feld VI. Wie Sie daraus mit Ihrem Tarif Kosten rechnen, steht in der Checkliste Wäschetrockner kaufen. Warum neue Geräte nur noch in den Klassen A bis E erscheinen, erklärt der Ratgeber Wärmepumpentrockner oder Kondenstrockner.

Verbrauch je 100 Zyklen (VI)

Gemessen wird im Eco-Programm. Die Verordnung beschreibt es als ein Programm, das Baumwollwäsche mit 60 Prozent Anfangsfeuchte auf 0 Prozent Endfeuchte trocknen kann. Anhang IV verlangt drei Trocknungszyklen bei voller und vier bei halber Beladung. Beide Ergebnisse gehen gewichtet in den Wert ein, und zwar so:

Gewichtung der Beladung Zwei Balken auf einer Skala von 0 bis 100 Prozent. Neues Label: volle Beladung 24 Prozent, halbe Beladung 76 Prozent, Eco-Programm, 100 Zyklen, ohne Aus- und Bereitschaftsverbrauch. Altes Label: volle Beladung 3/7, das sind rund 43 Prozent, halbe Beladung 4/7, rund 57 Prozent, Standard-Baumwollprogramm, 160 Zyklen im Jahr, mit Verbrauch im Aus- und im nicht ausgeschalteten Zustand. So gewichten die beiden Labels volle und halbe Beladung Neues Label voll 24 % halb 76 % Eco-Programm, 100 Zyklen, ohne Aus- und Bereitschaftsverbrauch Altes Label voll 3/7 (43 %) halb 4/7 (57 %) Standard-Baumwollprogramm, 160 Zyklen im Jahr, plus Verbrauch im Aus- und im nicht ausgeschalteten Zustand 0 % 50 % 100 %

Gewichtung nach Anhang IV der Verordnung 2023/2534[1] (0,24 und 0,76) und Anhang VII der Verordnung 392/2012[2] (3/7 und 4/7).

Das Label zählt die halbe Beladung also deutlich stärker als die volle. Das Ergebnis, der gewichtete Verbrauch je Zyklus, wird mit 100 multipliziert und auf eine ganze Zahl gerundet. Teilen Sie den Labelwert durch 100, erhalten Sie den Verbrauch je Zyklus ungefähr zurück. Im Produktdatenblatt steht er auf zwei Nachkommastellen.

Zwei Grenzen gehören dazu:

  • Der Aus- und der Bereitschaftszustand stehen nicht im Wert. In die Berechnung gehen nur die Trockenzyklen ein. Die Leistungsaufnahme im Aus- und im Bereitschaftszustand führt das Produktdatenblatt nach Anhang V getrennt auf, in Watt.
  • Das Label sagt nicht, was Ihr Gerät bei Ihnen verbraucht. Das Datenblatt hält ausdrücklich fest, dass der tatsächliche Energieverbrauch von der Nutzung abhängt. Die EU-Kommission[4] weist darauf hin, dass die Werte des Labels mit dem Eco-Programm bestimmt werden und bei einem anderen Programm abweichen.

Nennkapazität (IX) und Programmdauer (X)

Die Nennkapazität ist nach der Verordnung die höchste Masse trockener Wäsche, die das Gerät im gewählten Programm in einem Zyklus behandeln kann, angegeben in Schritten von 0,5 kg. Auf dem Label gilt sie für das Eco-Programm. Sie darf nicht niedriger sein als die höchste Nennkapazität, die der Hersteller für ein Baumwollprogramm des Geräts angibt. Was die Zahl für die Wahl der Trommel bedeutet, steht in der Checkliste Wäschetrockner kaufen.

Die Programmdauer reicht vom Start des Programms, ohne eine vom Nutzer eingestellte Zeitvorwahl, bis zur Meldung des Programmendes, ab der Sie an die Wäsche kommen. Auf dem Label steht nur die Dauer bei voller Beladung. Die Dauer bei halber Beladung nennt das Produktdatenblatt.

Kondensationseffizienz (VII)

Dieses Feld gibt es nur bei Kondensationstrocknern. Es nennt, welcher Anteil der Feuchtigkeit, die das Gerät der Wäsche entzogen hat, im Behälter gelandet ist. Der Rest wird nicht aufgefangen. Der Wert wird wie der Verbrauch gewichtet, mit 24 Prozent für die volle und 76 Prozent für die halbe Beladung, und auf ganze Prozent gerundet. Die Klassen:

KlasseKondensationseffizienz
Amindestens 94 %
B88 % bis unter 94 %
C82 % bis unter 88 %
Dunter 82 %

Welche Mindestanforderung die Ökodesign-Verordnung zusätzlich stellt, steht im Ratgeber Wärmepumpentrockner oder Kondenstrockner.

Geräusch (VIII)

Das Label nennt den gewichteten Mittelwert der Schallleistung im Eco-Programm bei voller Beladung, in dB(A) bezogen auf 1 Pikowatt, gerundet auf eine ganze Zahl. Ein Schallleistungspegel beschreibt das Gerät selbst, nicht den Pegel an einer bestimmten Stelle im Raum. Die Klassen: A bis 60 dB(A), B über 60 bis 64, C über 64 bis 68, D über 68. Die Verbraucherzentrale[5] rät, in Wohnräumen nicht über 65 Dezibel zu gehen.

Reparierbarkeit: ein Feld, das dazukommt

Die Delegierte Verordnung (EU) 2025/1353[6] ändert die Verordnung 2023/2534. Nach ihren Erwägungsgründen soll jedem Haushaltswäschetrockner, der ab dem 1. Januar 2027 in Verkehr gebracht wird, ein Label mit Angaben zur Reparierbarkeit beiliegen. Das Label zeigt dann zusätzlich eine Reparierbarkeitsklasse auf einer Skala von A bis E. Lieferanten dürfen sie schon vorher angeben. Die Energieklassen werden dadurch nicht neu skaliert. Deshalb soll es Händlern erlaubt sein, auch nach dem 1. Januar 2027 Geräte, die vorher in Verkehr kamen, ohne zeitliche Begrenzung mit einem Label ohne diese Angabe zu verkaufen. Ein Label mit Reparierbarkeitsklasse ist also keine dritte Generation, sondern das neue Label mit einem Feld mehr.

Wie verlässlich sind die Werte?

Die Lieferanten ermitteln und melden die Werte selbst. Die Marktaufsicht der Mitgliedstaaten prüft nach Anhang IX ein Exemplar des Modells. Die Verordnung legt dabei fest, wie viel ein gemessener Wert vom angegebenen abweichen darf, damit ein Modell noch als konform gilt:

  • Energieverbrauch: höchstens 6 Prozent über dem angegebenen Wert.
  • Programmdauer: höchstens 6 Prozent über dem angegebenen Wert.
  • Kondensationseffizienz: höchstens 6 Prozent unter dem angegebenen Wert.
  • Schallleistung: höchstens 2 dB über dem angegebenen Wert.

Diese Toleranzen gelten nur für die Prüfung durch die Behörden. Der Lieferant darf sie nicht nutzen, um günstigere Werte anzugeben. Auch die Werte auf dem Label dürfen nach der Verordnung nicht günstiger sein als die in der technischen Dokumentation. Und ein Gerät, das den Prüfzyklus erkennt und dann gezielt sein Verhalten ändert, erfüllt die Verordnung nicht. Als Faustregel für den Vergleich gilt daher: Kleine Unterschiede zwischen zwei Geräten sind weniger aussagekräftig als große.

Das alte Label (Verordnung 392/2012)

Wer ein älteres Gerät besitzt oder gebraucht kauft, findet noch das alte Label. Nach Anhang I der Verordnung 392/2012 trägt es diese Angaben: Name oder Warenzeichen des Lieferanten, Modellkennung, Energieeffizienzklasse, den gewichteten Jahresverbrauch in kWh, den Gerätetyp, die Dauer des Standard-Baumwollprogramms bei voller Beladung in Minuten, die Nennkapazität in kg und den Schallleistungspegel in dB. Bei Kondensationstrocknern kommt die Kondensationseffizienzklasse dazu.

Der Jahreswert. Er beruht auf 160 Standard-Trocknungszyklen im Jahr. Darin stecken das Standard-Baumwollprogramm bei voller und halber Beladung, gewichtet mit 3/7 und 4/7, und der Verbrauch in den Betriebsarten mit geringer Leistungsaufnahme. Die 160 sind ein Rechenwert und kein Nutzungsprofil: Das Datenblatt der Verordnung hält fest, dass der tatsächliche Verbrauch je Zyklus von der Nutzung abhängt. Wer die Stromkosten eines Altgeräts schätzen will, teilt den Jahreswert deshalb nicht durch 160. Er nimmt die Verbräuche je Programm aus dem Datenblatt, falls es sie nennt.

Die Klassen. Der EEI bezieht sich hier bei Geräten, die keine Ablufttrockner sind, auf einen jährlichen Standardverbrauch von 140 × Kapazität hoch 0,8 kWh:

Klasse (alt)EEI
A+++unter 24
A++24 bis unter 32
A+32 bis unter 42
A42 bis unter 65
B65 bis unter 76
C76 bis unter 85
Dab 85

Die Kondensation. Das alte Label teilt die Kondensationseffizienz in sieben Klassen: A über 90 Prozent, B über 80 bis 90, C über 70 bis 80, D über 60 bis 70, E über 50 bis 60, F über 40 bis 50 und G bis 40 Prozent.

Warum sich beide Labels nie umrechnen lassen

Die Klasse eines Geräts unter dem alten Label sagt nichts über seine Klasse unter dem neuen, und ein Jahreswert lässt sich nicht in einen Wert je 100 Zyklen verwandeln. Fünf Unterschiede, alle in den Verordnungen nachzulesen, stehen dem entgegen:

  1. Anderes Programm. Alt: Standard-Baumwollprogramm. Neu: Eco-Programm. Beide trocknen Baumwolle von 60 auf 0 Prozent Restfeuchte, doch Messung und Berechnung folgen in jeder Verordnung eigenen Regeln.
  2. Andere Gewichtung. 3/7 und 4/7 gegen 24 und 76 Prozent. Verbraucht ein Gerät bei voller und halber Beladung unterschiedlich viel, fließt das in beide Labels mit anderem Gewicht ein.
  3. Andere Zyklenzahl und anderer Umfang. 160 Zyklen im Jahr samt Aus- und Bereitschaftsverbrauch gegen 100 Zyklen ohne beides.
  4. Anderer Bezugswert für die Klasse. Der Standardverbrauch ist alt jährlich (140 × c hoch 0,8), neu je Zyklus (0,46 × c hoch 0,63). Die Klassengrenzen sind verschieden: Ein B steht alt für einen EEI von 65 bis unter 76, neu für über 43 bis 50.
  5. Andere Kondensationsskala. Alt sieben Klassen, neu vier, mit anderen Grenzen: Die Klasse B bedeutet alt über 80 bis 90 Prozent, neu 88 bis unter 94.

Ein Buchstabe bedeutet auf den beiden Labels also nicht dasselbe. Einen Jahreswert aus 100 Zyklen zu machen, hieße außerdem, eine Zyklenzahl zu erfinden, die vom Haushalt abhängt. Vergleichen Sie Geräte deshalb nur innerhalb einer Generation. Manche Modelle sind in EPREL zweimal eingetragen, einmal je Label, mit verschiedenen Registriernummern. Achten Sie darauf, welchen Eintrag Sie gerade lesen. Im Katalog dieser Seite stehen derzeit nur Geräte mit dem neuen Label; ihre Werte zeigt die Übersicht der Labelwerte nebeneinander.

So prüfen Sie ein Label

  1. QR-Code scannen. Er ist nach der Verordnung mit den Informationen zum Modell im öffentlichen Teil der Produktdatenbank verknüpft. Das ist EPREL[7] der EU-Kommission.
  2. Modellkennung vergleichen. Stimmt die Kennung im Eintrag mit der auf dem Label und im Angebot überein? Maßgeblich ist die Kennung, nicht der Produktname im Shop.
  3. Das Produktdatenblatt lesen. Es liegt in EPREL und enthält mehr als das Label: Maße, den Verbrauch je Zyklus auf zwei Nachkommastellen, die Dauer bei halber Beladung, Aus- und Bereitschaftsleistung in Watt, bei Wärmepumpentrocknern das Kältemittel sowie Weblinks zu Ersatzteilen, Reparaturanleitungen und der Mindestgarantie.
  4. Im Onlineshop auf die Darstellung achten. Nach Anhang VIII der Verordnung 2023/2534[1] muss das Label in der Nähe des Preises stehen, oder ein Pfeil mit der Klasse führt dorthin. Das Produktdatenblatt muss erreichbar sein. In Werbung für ein Modell müssen die Energieeffizienzklasse und die Skala der verfügbaren Klassen stehen.
  5. Beim Gerät zu Hause: Die Betriebsanleitung muss nach Anhang V auf den Eintrag in der Produktdatenbank verweisen, mit Internetadresse, QR-Code oder der Registriernummer.

Auf unseren Modellseiten, etwa beim Siemens iQ700 WR47B2C40, stehen die Labelfelder nebeneinander, dazu die EPREL-Registriernummer als Link auf den Datensatz. Nebeneinanderlegen können Sie Geräte im Vergleich und im Katalog der Wärmepumpentrockner.

Wo Ihnen noch ein altes Label begegnet

In einem Geschäft oder Onlineshop sollte seit dem Sommer 2025 das Label mit der Skala A bis G stehen. Die EU-Kommission[4] schreibt für Händler: Das neue Label musste die alten Labels zwischen dem 1. und dem 18. Juli 2025 innerhalb von 14 Arbeitstagen ersetzen, und mehr als ein Energielabel darf nicht angezeigt werden. Geräte, die vor dem 1. März 2025 in Verkehr kamen, dürfen laut Kommission unbegrenzt weiterverkauft werden, wenn sie mit einem neu skalierten Label geliefert werden. Altbestand wird also mit dem A–G-Label verkauft, nicht mit dem alten. Eine Ausnahme für Händler, deren Lieferant den Betrieb eingestellt hatte, lief nach Angabe der Kommission spätestens am 31. März 2026 aus.

Ein altes Label dürfte Ihnen heute deshalb vor allem bei Geräten begegnen, die schon im Haushalt standen: bei einem Gebrauchtkauf, in alten Unterlagen oder in einer nicht aktualisierten Anzeige. Auch dann gilt: Vergleichen Sie es nicht mit den Klassen des neuen Labels, sondern suchen Sie im Katalog der Wäschetrockner das aktuelle Modell mit seinem neuen Label.

Die Kurzfassung

  • Neues Label: A bis G, kWh je 100 Zyklen, Eco-Programm, QR-Code, Nummer „2023/2534“. Altes Label: A+++ bis D, kWh je Jahr bei 160 Zyklen.
  • Die Klasse sagt, wie sparsam ein Gerät für seine Größe ist. Für die Stromrechnung zählt der kWh-Wert.
  • Alle Werte auf dem neuen Label gelten für das Eco-Programm.
  • Vergleichen Sie nur Werte desselben Labels, und rechnen Sie nie zwischen den Generationen um.
  • Der QR-Code führt zum Eintrag in EPREL. Dort stehen das Produktdatenblatt und die Angaben zu Ersatzteilen und Reparatur.

Quellen

  1. ↑ a b c d e Delegierte Verordnung (EU) 2023/2534 zur Energieverbrauchskennzeichnung von Haushaltswäschetrocknern (eur-lex.europa.eu)
  2. ↑ a b c Delegierte Verordnung (EU) Nr. 392/2012 zur Energieverbrauchskennzeichnung von Haushaltswäschetrocknern, aufgehoben durch 2023/2534 (eur-lex.europa.eu)
  3. ↑ a b HEA: Was ist neu beim Energielabel für Wäschetrockner? (2024) (hea.de)
  4. ↑ a b Europäische Kommission: Energy Efficient Products – Tumble Dryers (energy-efficient-products.ec.europa.eu)
  5. ↑ Verbraucherzentrale: Beim Kauf eines Wäschetrockners an den Stromverbrauch denken (verbraucherzentrale.de)
  6. ↑ Delegierte Verordnung (EU) 2025/1353 zur Änderung der Verordnung 2023/2534 (Reparierbarkeit) (eur-lex.europa.eu)
  7. ↑ EPREL: Europäische Produktdatenbank für Energiekennzeichnung (eprel.ec.europa.eu)